FREUNDE DES LUDWIG FORUMS
FÜR INTERNATIONALE KUNST E.V.

Das ganze Jahr über werden unseren Mitgliedern spannende Kunst- und Architekturexkursionen geboten, beginnend mit Tagesausflügen, Wochenendtrips und mehrtägigen Kunst- und Architekturreisen nah und fern.

Vorschau auf Kunst- und Architekturreisen 2017

Das Jahr 2017 ist reich an wichtigen Kunstereignissen:
Documenta 14 in Athen 08.04. – 16.07. und Kassel 10.06. – 17.09.
Skulptur Projekte Münster 10.06. – 01.10.
Biennale Venezia 13.05. – 26.09.

Neben den Kunstreisen zu den erwähnten Großprojekten sind folgende Exkursionen geplant:
Prag / Brünn mit Haus Tugendhat von Mies van der Rohe
Ruhrtriennale
Argentinien (Buenos Aires und Jujuy / Salta) wird noch mal angeboten


R e i s e N r. 1

Athen 20. – 24. April 2017
„Documenta 14“

Die vierzehnte Ausgabe der weltweit bedeutendsten Schau zeitgenössischer Kunst findet neben Kassel auch in Athen als weiterem konzeptuell gleichberechtigtem Standort statt. Der Pole Adam Szymczyk, derzeit Direktor der Kunsthalle Basel, wurde zum künstlerischen Leiter der Documenta 14 gewählt. Die ausstellenden Künstler sollen sowohl in Kassel als auch in Athen tätig sein. Der Arbeitstitel für die Documenta 14 lautet „Von Athen lernen.“ Das Konzept von Szymczyk, die Documenta an zwei Standorten zu veranstalten, wurde in den Kritiken positiv aufgenommen. Er sucht Künstler außerhalb der etablierten Kunstwelt aus.

Auf dem Programm in Athen stehen neben der Documenta das sehr sehenswerte neue Akropolis Museum, im Sommer 2009 eröffnet (Architekten Bernard Tschumi und Michael Photiadis) und das neue Museum zeitgenössischer Kunst in einer umgebauten ehemaligen Großbrauerei. In der stylischen Athener Metro ist jede Station ein Kunstwerk. Im einstigen Gaswerk befinden sich interessante Galerien und Szenenlokale.

Fachkundige Führung: Dr. Andreas Beitin
Organisation und Begleitung: Iva Haendly-Dassen
voraussichtlicher Reisepreis: 1.150,00 € p.P. im DZ


R e i s e N r. 2

Kassel 10. – 11. Juni
„Documenta 14“

Seit der Gründung der Leistungsschau Documenta im Jahr 1955 war die Stadt Kassel Gastgeberin der Ausstellung. Die alleinige Gastgeberrolle wurde zum ersten mal infragegestellt.
Die geplante Doppelstruktur macht Kassel und Athen zu gleichberechtigten Ausstellungsorten mit autonomen Projekten.

Fachkundige Führung: Dr. Andreas Beitin
Organisation und Begleitung: Iva Haendly-Dassen
voraussichtlicher Reisepreis: 350,00 € p.P. im DZ


R e i s e N r. 3

Münster und Marl 24. – 25. Juni 2017
„Skulptur Projekte Münster“

Die internationale Großausstellung „Skulptur Projekte Münster“, die 1977 von Kasper König gegründet wurde und alle zehn Jahre im öffentlichen Raum stattfindet, wird mit ihrer fünften Ausgabe erstmals über die Stadtgrenze ziehen und in Marl eine Zweigstelle einrichten. Ein größerer Gegensatz zu der alten und nach dem zweiten Weltkrieg historisierend wieder aufgebauten Kaufmanns- und Universitätsstadt ist kaum vorstellbar.

Etwa dreißig neue künstlerische Positionen zwischen klassischer Bildhauerei und performativer Kunst werden in Münster und Marl fast vier Monate zu sehen sein.
In der aktuellen Ausgabe fließen Themen der globalen Gegenwart in die künstlerischen Auseinandersetzungen genauso mit ein wie Fragen zum Verhältnis von öffentlichem und privatem Raum in Zeiten zunehmender Globalisierung.
Das LWL-Museum für Kunst und Kultur, umgebaut von Staab Architekten, ist Veranstalter der Schau.

Ein Highlight der Münsterlandreise ist die Besichtigung des Schlosses Itlingen. Der bereits im 14. Jh. erwähnten idyllischen Mischung aus Schloss und Burg gab der berühmte Baumeister Johann Conrad Schlaun im 18. Jh. die heute noch bestehende Form. Das Schloss befindet sich im Besitz der Familie Hermann Freiherr von Nagel, dem wir die Einladung zum Besuch des Schlosses verdanken.

Fachkundige Führung: Dr. Andreas Beitin
Organisation und Programmgestaltung: Iva Haendly-Dassen
voraussichtlicher Reisepreis: 350,00 € p.P. im DZ


R e i s e N r. 4

Prag / Brünn
Über Prag nach Brünn in Tschechiens
„second city“
17. – 20. August 2017

Die Hauptstadt Mährens Brünn besitzt zwar einen internationalen Flughafen, hat aber keine direkte Verbindung von Deutschland. Deshalb ist zunächst ein Flug nach Prag geplant und von dort aus eine Fahrt mit einem gemieteten Bus nach Brünn.
In Prag besuchen wir die bekannten Kunstmuseen und die zeitgenössischen Bauten namhafter Architekten, wie Frank Gehry, Jean Nouvel, Ricardo Bofill,…

In Brünn findet man moderne Architektur, habsburgische Geschichte und traditionelle Knödelküche von feinstem. Zu den Architektur-Highlights zählt vor allem die weltbekannte Villa Tugendhat, das 1929-1930 für das jüdische Industriellen-Ehepaar Fritz und Grete Tugendhat von Mies van der Rohe errichtete Wohnhaus, seit 2001 UNESCO Weltkulturerbe, gilt als das berühmteste Bauwerk der Moderne. Neben dem zur gleichen Zeit erbauten Barcelona Pavillon, zählt das Haus zu Meilensteinen der modernen Architektur.

Sehenswert sind außerdem:
Mährische Galerie, das zweitgrößte Kunstmuseum der Tschechischen Republik (Kunst von der ältesten Epoche bis hin zur Gegenwart mit Fotografie, Grafikdesign und Architektur), die 1929 erbaute Villa Stiassni von Ernst Wiesner, die ehemals als Gästehaus der Regierung diente (alle sozialistischen Bonzen nächtigten hier) und heute ein Museum ist, das im Jahr 1928 im Bauhausstil errichtete Messegelände mit Pavillons mit geschwungenen Betonbögen und der runden Messehalle,
sowie die Ikonen des Brünner Funktionalismus Café Savoy, Restaurant Pavillon, Hotel Grandezza,…

Fachkundige Führung: Iva Haendly-Dassen und lokale Guides vor Ort
Organisation und Programmgestaltung: Iva Haendly-Dassen
voraussichtlicher Preis: 990,00 € p.P. im DZ


R e i s e N r. 5

Ruhrtriennale …. September 2017
Tagesexkursion der Freunde des Ludwig Forums und der Theater Initiative Aachen ins Ruhrgebiet

Das Festival der Künste wartet in Bochum, Dinslaken, Duisburg, Essen, Gladbeck, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen mit zahlreichen Höhepunkten auf. Der künstlerische Leiter im dritten Jahr ist der namhafte Theatermacher Johan Simons. Sein Leitmotiv „Seid umschlungen“ steht für eine Geste der Umarmung, sowohl künstlerisch als auch gesellschaftlich und geografisch. Die beiden Wörter sind einer Zeile aus Schillers „Ode an die Freude“ entnommen, denn die Ruhrtriennale soll inspirieren und begeistern.
Das Gesamtprogramm der Ruhrtriennale wird Anfang April veröffentlicht. Erst danach kann die Aufführung und der genaue Termin festgelegt werden.

Fachkundige Führung: vor Ort
Organisation und Programmgestaltung: Iva Haendly-Dassen
voraussichtlicher Reisepreis: 115,00 € p.P.


R e i s e N r. 6

Venedig 21. – 24. September 2017
„57. Kunst Biennale Venezia !“

Die Biennale Venedig, offiziell L´Esposizione Internationale d´Arte, La Biennale di Venezia, fand 1895 zum ersten Mal als eine der ersten großen internationalen Kunstausstellungen statt. Besucht werden die Pavillons der verschiedenen Länder in den Giardini di Castello, die von Kuratoren zusammengestellten Ausstellungen im Arsenale und alle weiteren Veranstaltungsorte in der Stadt. Mit Christine Macel, der Chefkuratorin am Centre Pompidou, wird zum ersten Mal eine Frau die Biennale leiten. Der Titel der Biennale lautet „Viva Arte Viva.“

Den Deutschen Pavillon bespielt die Frankfurter Performance Künstlerin Anne Imhof.

Die Kuratorin des Deutschen Pavillons ist die Direktorin des Museums Fridericianium Susanne Pfeffer.

Fachkundige Führung: vor Ort
Organisation und Programmgestaltung: Iva Haendly-Dassen
voraussichtlicher Preis: 890,00 € p.P. im DZ


R e i s e N r. 7

Argentinien 01. – 09. Oktober
(fakultativ bis 13. Oktober)
Buenos Aires und Jujuy/Salta

Reisedauer: 8 Tage BA inkl. Abstecher zum James Turell Museum (Bestandteil der Hess Art Collection im Nordosten in den Anden, nahe den Weingärten von Colome, Nähe Juyuy und Salta). Möglichkeit der Verlängerung. Ortskundige Begleitung: Celina Jure bzw Martin Mele, ein Künstlerehepaar das lange in Düsseldorf gelebt und auf der Insel Hombroich gearbeitet und auch ausgestellt haben. Beide sprechen ausgezeichnet Deutsch und haben ihr Atelier im Stadtteil La Boca, dem farbigen Künstler- und Tangoviertel. Martin Mele (Installationen) wird von dem Züricher Galeristen Mark Müller vertreten, Celina Jure (Malerei und Keramik) stellt in Argentinien aus. Die lokale Kenntnis der Künstler-, Sammler- und Galerienszene garantiert einen tiefen Einblick in das aktuelle Kunstleben der Stadt, das sonst kaum erhältlich ist.

Buenos Aires bietet immense kulturelle Reichtümer: historische Museen (z.B. das Historische Nationalmuseum), die Landesgeschichte und insgesamt Lateinamerika reflektieren, aktuelle Kunstmuseen (Museo Nacional de la Bellas Artes. MALBA – Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires, Museo Arte Moderno, Museo Nacional de Arte Decorativo – Buenos Aires wurde 2005 von der UNESCO zur Hauptstadt des Design ernannt) bzw. Stiftungen für zeitgenössische Kunst (Fundación Proa) und viele Galerien, aber auch z.B. das Museo Evita zur Erinnerung an Evita Perón. 
BA hat ein reiches Musikleben, vom weltberühmten Opernhaus Theatro Colón bis hin zu den beliebten Tango-Dancefloors, große Theater und viele kleine Bühnen (rund 190 Spielstätten), große Literatur, viele Künstler und Künstlerinnen, die sich hart am Wind der von Wirtschaftskrisen und Inflation gebeutelten Gegenwart abarbeiten. Was Buenos Aires nicht hat: aufregende zeitgenössische Architektur wie in anderen Weltmetropolen, wohl aber sorgfältig umgebaute ehemalige Fabriken wie das MALBA (Museum zeitgenössischer Kunst) oder auch Restaurierung und Ausbau (mit Hochhäusern) des Puerto Madero, dem ehemaligen Hafen, heute Geschäfts- und Vergnügungsviertel etc. Dieses Defizit ist möglicherweise den vielen Wirtschaftskrisen geschuldet, die in kurzen Abständen und oft befeuert von „Heuschrecken“ über das Land hereinbrechen – wie gerade wieder zu beobachten.Sicher ist der Besuch von Ateliers, Galerien und Museen der Mittelpunkt des Aufenthalts in Buenos Aires. Dazu kommt natürlich das Erkunden verschiedener Stadteile: z.B. San Telmo mit dem berühmten Antiquitätenmarkt, Recoleta, das großbürgerliche „französische“ Viertel mit wunderbaren alten Grandhotels, Palermo, das junge bürgerliche Viertel mit vielerlei kleinen Geschäften und guten Lokalen, La Chacarita, die Totenstadt, der wohl größte Friedhof Lateinamerikas mit herausragenden Grabhäusern – eine uns unbekannte Totenkultur. Auch der berühmte Tangosänger Carlos Gardel ist dort begraben. Zwischen Jujuy und Salta, in Colome, hat James Turell mit finanzieller Unterstützung des bedeutenden Kunstsammlers und Weinproduzenten Donald Hess ein riesiges Observatorium und Museum gebaut. Turell bezeichnet die Anlage als sein liebstes Projekt außerhalb der USA gleich nach dem Roden Crater bei Phoenix.

Fachkundige Führung und Programmgestaltung: Regina Wyrwoll
ortskundige Begleitung: Celina Jure und Martin Mele
Organisation: Regina Wyrwoll und Iva Haendly-Dassen
voraussichtlicher Reisepreis: 4.900,00 € p.P. im DZ


Bei Interesse an einer Reiseteilnahme wird gebeten, das beiliegende Formular „Voranmeldung für die Teilnahme an einer Kunstreise“ an die unten aufgeführte Adresse per Mail oder auf dem Postwege zu senden. Die interessierten Mitglieder erhalten eine schriftliche Eingangsbestätigung.
Sobald die genauen Kosten- und Reisemodalitäten feststehen, erhalten die Interessenten die Mitteilung zur verbindlichen Reiseanmeldung. Bei Abmeldungen nach festgelegter Frist entstehen Stornogebühren, die vom Verein nicht getragen
werden können. Es ist jedem Teilnehmer anheim gestellt, eine Rücktrittversicherung abzuschließen.

Mindestteilnehmerzahl: 15, maximal 25.
Änderungen vorbehalten.

Anmeldung bei:

Iva Haendly-Dassen
Dipl.-Ing. Architektin
2. Vorsitzende der Freunde des Ludwig Forums Aachen
Maria-Theresia-Allee 257
D-52074 Aachen
mailto: haendly.dassen@t-online.de