Kunstreisen 2015


Reise Nr. 1

Paris 14. – 17. Februar 2015

Die erste Exkursion 2015 führte nach Paris, in die Stadt, die in der Kunst- und Architekturszene neben dem Bewährten nach wie vor viel Neues zu bieten hat.


Reise Nr. 2

Art Basel Hongkong 10. – 15.03.2015

VIP-Programm der Kunstmesse (Highlights)
Location: Convention and Exhibition Centre
1 Expo Drive Wan Chai


Reise Nr. 3

Mainz und Bad Münster am Stein 18. April 2015

Tagesexkursion zu neuen Kunstinstitutionen

Die Mainzer Galeristin und Verlegerin Dr. Dorothea von der Koelen hat nun ihren Traum verwirklicht. Am 2. November 2014 eröffnete sie ihr privates Kunsthaus CADORO (Zentrum für Kunst und Wissenschaft), konzipiert als Schaulager. Sie vertritt namhafte Künstler wie Günther Uecker, Lawrence Weiner, Ai Weiwei, Eduardo Chillida, Joseph Kosuth, Niele Toroni, Daniel Buren, Bernard Venet u.a.
Das Steinskulpturenmuseum mit Skulpturenpark in Bad Münster am Stein, das Arch. Tadao Ando für die Fondation Kubach-Wilmsen errichtet hat, ist eingebettet in die Landschaft und bezieht die Natur und die ganze Umgebung mit ein. Die Anlage wurde im August 2010 eröffnet. Seitdem lockt sie viele Besucher in die Provinzstadt.
Eine historische, regionaltypische Fachwerkscheune wird als Ausstellungsraum genutzt. Sie ist von freistehenden Mauern aus hochwertigem Sichtbeton umgeben. Eine gelungene Symbiose von Alt und Neu, Architektur und Kunst.


Reise Nr. 4

Wochenendexkursion nach Mons am 9. und 10. Mai 2015

Mit unserem knallgelben Breuer- Bus sind wir pünktlich vom Lufo- Parkplatz gestartet und haben zunächst das Musee de la Photographie in Charleroi angesteuert. Die Örtlichkeit ist sehr reizvoll- ein Karmeliterkloster mit neuem Anbau und großer Grünfläche rundum. Das Museum ist das Größte seiner Art in Europa und umfasst Fotografien aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert. Wir hatten das Glück, drei interessante Wechselausstellungen zu sehen, die noch bis Mitte Mai gezeigt werden. „Women are beautiful“ von Garry Winogrand lässt den Zeitgeist der 60- und 70ger Jahre wieder aufleben und macht einfach gute Laune, während die beiden anderen Ausstellungen mit aktuellen, ernsten Themen daherkommen. „Les Armeniens, Images d’un destin“ präsentiert im abgedunkelten Raum hundert Jahre alte Fotografien der armenischen Kultur, teilweise sehr berührende Aufnahmen. Weniger emotional aber interessant in Szene gesetzt, sind die Fotos von Colin Delfosse, ein Gewinner des Prix National Photografic, mit dem Titel „Les amazones du PKK“, kampfbereite Frauen in unwirtlicher Natur.

Danach sind wir zu unserem Hotel nach Mons weitergefahren. Da nicht alle Teilnehmer in dem ursprünglich geplanten Hotel Dream untergebracht werden konnten, sind wir auf das Ibis am Bahnhof ausgewichen. Kein Designerhotel, aber es hat durch große Zimmer und Bäder sowie mit einem gemütlichen Frühstücksraum gepunktet.

Nach einer erholsamen Pause haben wir unsere Führung vor Ort Frau Koch kennengelernt, mit der wir zunächst das Musee des Beaux Art (BAM) angesteuert haben, um die Ausstellung „van Gogh au Borinage“ zu sehen. Leider war dieses wegen Überfüllung nicht zugänglich und so haben wir die Besichtigung des Wohnhauses van Goghs in Cuesmes vorgezogen. Hier hatte er zwei Jahre gelebt, in denen er sich dann entschieden hat, nur noch künstlerisch tätig zu sein. Danach haben wir im BAM die ersten Zeichnungen und Bilder gesehen, die in der prägenden Umgebung der Bergbauregion entstanden sind. Vorwiegende Sujets sind Minenarbeiter, Kohleschlepper, Bauern auf dem Feld. Szenen eines entbehrungsreichen Lebens, dargestellt in düsteren Bildern und Skizzen in Kohle oder Bleistift, weit entfernt von den kräftigen Farben der späteren Jahre.

Der Abend stand zur freien Verfügung und wurde von den meisten zu einem ausgiebigen Abendessen in einem der unzähligen Restaurants der Altstadt genutzt.

Am Sonntag ging es zunächst zu Grand Hornu, einer ausgedehnten Anlage etwas außerhalb der Stadt im ehemaligen Kohlerevier /Borinage. Eine im 19. Jahrhundert erbaute Industriesiedlung mit Vorbildcharakter, geschaffen vom Minenbesitzer Degorge , der die Idee durchsetzte, Wohnen und Arbeiten räumlich eng miteinander zu verbinden und der durch fortschrittliche soziale Einrichtungen in Erinnerung geblieben ist, wie Arbeiterhäuser, kostenloser Schulbesuch und Arztkonsultationen. Zu damaliger Zeit ein Novum. Grand Hornu zählt heute zu einem der wichtigsten Baudenkmäler des industriellen Zeitalters in Europa und ist seit ein paar Jahren in die Liste der UNESCO ( Industrie-weltkulturerbe) aufgenommen. Dies wurde uns in charmanter Weise von unserer jungen humor-vollen Führerin dargebracht. Im Anschluss hatten wir die Gelegenheit, zwei aktuelle Ausstellung zu sehen: Designer Jasper Morrison mit seinen wunderbaren Gebrauchsgegenständen sowie seinen Möbeln und Christian Boltanski mit beeindruckenden Installationen, hervorragend auf die Räumlichkeiten bezogen und präsentiert.

Auf der Rückfahrt nach Mons haben wir am neuen Kongresszentrum (MICX) Halt gemacht und eine kurze Besichtigung angeschlossen, da dies durch den Tag der offenen Tür möglich war. Das Gebäude (Architekt Daniel Libeskind) hat die Anmutung eines großen Schiffes, wobei das Segel interessanter-weise nicht von allen Seiten sichtbar ist. Direkt daneben liegt die Großbaustelle des neuen Bahnhofs (Santiago Calatrava), der 2018 fertig werden soll.

Zurück in der Altstadt von Mons war Gelegenheit für ein Mittagessen, dank des guten Wetters sogar draußen mit anschließendem geführten Rundgang mit Frau Koch durch das historische Stadtzentrum.
Danach die Weiterfahrt zum Schiffshebewerk Strepy- Thieu, die weltweit größte hydraulische Anlage dieser Art und ebenfalls ein UNESCO Weltkulturerbe. Es beeindruckt mit gigantischen Ausmaßen und transportiert ankommende Schiffe auf die höhere Ebene mit einem Höhenunterschied von circa 100 Metern!

Anschließend haben wir noch ein weiteres hydraulisches Schiffshebewerk besichtigt, diesmal aus dem 19. Jahrhundert. Ein filigraner Metallbau, die Nebengebäude mit hübschen Ziegelfassaden . Sehr viel schöner und maßvoller in die Umgebung eingebettet als beim vorigen Werk.
Und dann war es Zeit, die Rückfahrt anzutreten. Frau Koch haben wir am Flughafen Charleroi abgesetzt…und kurz nach 20.00 Uhr waren wir wieder am Ludwig Forum, etwas müde, aber voller schöner Eindrücke. Mir hat die Exkursion sehr gut gefallen.

Jutta Scheld


Reise Nr. 5

Münster 25. Juli 2015

Tagesexkursion in die Westfalenstadt

Nach mehrjährigem Umbau hat das LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster Ende September 2014 die Türen geöffnet. Nach Entwürfen von Staab Architekten erhielt das Kunstmuseum einen neuen Anbau. Verbunden mit dem Altbau von 1908 erweitert sich die Ausstellungsfläche erheblich und in 51 Räumen präsentiert das Museum seine überregional bedeutende Sammlung auf modernstem Standard völlig neu. Etwa 1.000 Exponate können in den neuen Räumen durch Staabs sensiblen Umgang mit Architektur und Kunst ihre Pracht entfalten. Die Ausstellung „Otto Piene. Licht“ setzt den Fokus auf die Bedeutung des Lichtes in Pienes Werk, angefangen von frühen Lichtarbeiten der 50er und 60er Jahre des 20.Jahrhunderts bis hin zu aktuellen Kunstwerken, die erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt werden.
Im Picasso Museum wird die Ausstellung „Cocteau trifft Picasso“ gezeigt.


Reise Nr. 6

Rotterdam 1. – 2. August 2015

Wochenendexkursion nach „Manhattan an der Maas“

Rotterdam ist eine Spielwiese für beeindruckende Architektur von namhaften Architekten wie Rem Kohlhaas, Norman Foster, Renzo Piano, Ben van Berkel, Erick van Egeraat,…Die neue spektakuläre Markthalle von MVRDV, im Volksmund Sixtinische Kapelle genannt, ist eine besondere Sehenswürdigkeit. Wichtige Museen, wie Museum Boijmans van Beuningen, die Kunsthal und Witte de With zeigen neben ihren herausragenden Beständen interessante Wechselausstellungen.


Reise Nr. 7

Venedig 28. – 31. August 2015

Auf zur Kunst Biennale Venedig !

Die 56. Biennale findet vom 9. Mai bis zum 22. November 2015 statt und dauert somit einen Monat länger als bisher üblich. Der Nigerianer Okwui Enwezor, einer der weltweit bedeutendsten Kuratoren zeitgenössischer Kunstausstellungen, wurde zum künstlerischen Leiter der Biennale ernannt. Im Jahr 2002 hat er erfolgreich in Kassel die 11. Documenta kuratiert. Der Titel der Biennale lautet „All the World´s Futures“.
Den Deutschen Pavillon kuratiert Florian Ebner, seit Ende 2013 Leiter der Fotografischen Abteilung des Folkwang Museums in Essen. Fünf Medienkünstler werden Deutschland bei der Biennale vertreten: Olaf Nicolai, Hito Steyerl, Tobias Zielony, Jasmina Metwaly und Philip Rizk. Der Kurator Yilmaz Dziewior (Direktor des Museum Ludwig in Köln) hat für den österreichischen Pavillon Heimo Zobernig ausgewählt. Die Schweiz wird durch Pamela Rosenkranz vertreten.


Reise Nr. 8

Ruhrtriennale Samstag 26. September 2015

Tagesexkursion der Freunde des Ludwig Forums und der Theater Initiative Aachen nach Bochum

Das Festival der Künste wartet in Bochum, Dinslaken, Duisburg, Essen, Gladbeck, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen mit zahlreichen Höhepunkten auf. Der künstlerische Leiter ist der namhafte Theatermacher Johan Simons. Sein Leitmotiv
„Seid umschlungen“ steht für eine Geste der Umarmung, sowohl künstlerisch als auch gesellschaftlich und geografisch. Die beiden Wörter sind einer Zeile aus Schillers „Ode an die Freude“ entnommen, denn die Ruhrtriennale soll inspirieren und begeistern.
Für unseren Besuch haben wir Das Rheingold von Richard Wagner gewählt. Austragungsort: Jahrhunderthalle Bochum (zu einem spektakulären Festspielhaus im Jahr 2002 umgebaut von Arch. Karl-Heinz Petzinka), An der Jahrhunderthalle 1, 44793 Bochum.
Johan Simons und der griechische Dirigent Teodor Currentzis machen sich gemeinsam auf die Suche nach der ursprünglichen Kraft von „Das Rheingold“ und untersuchen was „mystisches Erleben“ heute bedeuten kann.


Informationen über alle Reisen erhalten Sie bei:

Iva Haendly-Dassen
Dipl.-Ing. Architektin
2. Vorsitzende der Freunde des Ludwig Forums
Maria-Theresia-Allee 257
D-52074 Aachen
mailto: haendly.dassen@t-online.de